Was gab es auf der Mitgliederversammlung
am 23. Mai 2007?

In seinem Grußwort berichtete Direktor Dr. Michael Eissenhauer insbesondere über die Umstrukturierungsphase in seinem Hause, um die Staatlichen Museen und die Schlösser und Gärten zu einem neuen Ganzen, der museumslandschaft hessen kassel, mhk, zusammenzuschließen.Unser Vorsitzender, Werner Siebert, dankte allen Mitstreitern und verwies nochmals kurz auf die Highlights des vergangenen Jahres, die auch schon im Infobrief erwähnt waren: die Stifteraktionen zugunsten Rembrandts sowie das Mitglieder- und das Stifterfest. Sehr erfreut zeigte er sich, dass es inzwischen gelungen ist, für den Juniorclub auch eine formale Grundlage für die Zusammenarbeit mit der mhk zu erarbeiten und dass eine Inventur über alte und neue Buchbestände des Museumsvereins unsere Vermögensbilanz positiv beeinflusste.

Er dankte darüber hinaus dem Sohn unseres verstorbenen Vorsitzenden, Hartwig Pietzcker, und der Deutschen Bank, dass sie mit Spenden von 5.000.- € bzw. 6.000.- € die Restaurierung von vier Johann Martin von Rohden-Gemälden ermöglichten, die ein wichtiger Bestandteil der Jérome-Ausstellung sein werden, bisher aber im Depot schlummern mussten.

Der Museumsverein habe sich im vergangenen Jahr gut weiterentwickelt, was u. a. auch an der aktuellen Mitgliederzahl abzulesen sei: die stolze Höhe von 2.300 habe sie inzwischen erreicht.

Zum Thema Öffentlichkeitsarbeit stellten Helmut Ernst und Renate Fricke zwei neue Banner vor, die den Museumsverein repräsentieren und zukünftig speziell bei Info- oder Verkaufsständen eingesetzt werden sollen, um besser auf unseren Verein aufmerksam zu machen.

Darüber hinaus werde in Kürze ein Nachdruck unseres Flyers in Auftrag gegeben, weil die bisherige Auflage von 3000 Stück in wenigen Monaten vergriffen war.

Wegen des guten Erfolges der Rembrandt-Broschüre zur Sponsoren-Gewinnung solle dieses Instrument auch für die Jérome-Ausstellung genutzt werden. Es wird eine Publikation des Museumsvereins geben mit dem Titel "König Lustik braucht Schützenhilfe".

Hedda I. Breithaupt erläuterte die erfolgreiche Arbeit des neuen Juniorclubs, durch den inzwischen über 100 junge Menschen den Weg in die Kunstsammlungen gefunden haben. Zukünftig soll es jährlich vier Veranstaltungen geben, in diesem Jahr noch zwei.

Sie dankte speziell den vielen Ehrenamtlichen, die die Arbeit des Museumsvereins auf stille, aber sehr effektive Weise bereicherten.

Schatzmeister Karl Göbel machte die erfreuliche Mitteilung: um die Finanzen steht es gut!

Für die Rechnungsprüfer bestätigte Steuerberater Heinrich Fischer eine ordnungsgemäße, tadellose Buchführung.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.Für das Kuratorium beschrieb Susanne von Baumbach die vielfältigen Aktivitäten dieses Gremiums, die sich keineswegs in der Organisation der wunderbaren Reisen erschöpfen, sondern zu denen z.B. auch die Initiative zu dem "Kasseler Preis für kunsthistorische Arbeiten" gehört.

Die vorgeschlagene Satzungsänderung, die unsere Arbeit mit der mhk anstelle der SMK verbindet, wurde einstimmig gebilligt.

Bezüglich einer Änderung der Mitgliedsbeiträge konnte der Vorsitzende mitteilen: in diesem Jahr bleiben die Beiträge unverändert. Werner Siebert wies aber darauf hin, dass es Erwartungen an unseren Verein gibt, im Zusammenhang mit dem größeren Angebot der mhk und der neuen Eintrittspreis-Struktur Anpassungen vorzunehmen. Darüber finden bald Gespräche mit der Leitung der mhk statt, und er geht davon aus, dass die jahrelange, umfangreiche Unterstützung des Museumsvereins für die Kunstsammlungen ihre angemessene Würdigung finden werde.

Der Antrag zum "Kasseler Preis für kunsthistorische Arbeiten" wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen. Ob der Preis zukünftig jährlich oder zweijährlich vom Museumsverein ausgelobt wird, soll sich jedoch erst aus der Erfahrung ergeben.
Der abschließende Vortrag von Herrn Prof. Dr. Gregor J.M. Weber über die baldige Ausstellung "Vom Adel der Malerei" erfreut alle Zuhörer. Mit großer sprachlicher Brillanz erläuterte Dr. Gregor J.M.Weber die überschwängliche, prunkvolle und farbenfrohe Malerei der Nach-Rembrandt-Zeit in Holland um 1700. Es bleiben Vorfreude und Neugier auf die Ausstellungseröffnung am 20. Juni 2007.