Bericht zu der Führungen „tischbein & co. zurück!“
am 07.12.2017

 

Herr Dr. Lange und Frau Rehm hatten ein aufmerksames, zahlreiches Publikum. Alle waren neugierig nicht nur auf die neu ausgestellten Gemälde, sondern auch auf die Räume im Verbinderflügel des Schlosses Wilhelmshöhe, die bisher für Ausstellungen nicht zur Verfügung standen.

Der Auftakt mit dem Menagerie-Bild von Roos ist grandios. Danach folgen sechs Kabinette, die im kleinen Rahmen die Besucher sehr persönlich ansprechen und zur detaillierten Betrachtung der Exponate einladen.

Die Gemälde aus dem 18. und beginnenden 19. Jahrhundert spiegeln u.a. ausgeprägte Einzelpersönlichkeiten und  liebevolle Familienszenen, die den gewandelten Blick auf die Gesellschaft zeigen. Nicht mehr steife Gemälde für die Repräsentation, sondern die Hinwendung zur Natur und Individualität stehen im Vordergrund.

Auch die Qualität der Exponate ist hervorragend und zeigt das große Interesse der Landgrafen von Hessen für die regionalen Künstler. Die Gründung der Kunstakademie im Jahr 1778 unterstreicht dies noch einmal ganz besonders.

Nach ihrer langen Zeit im Depot, freuten sich alle, Werke von Johann Heinrich Tischbein d.Ä., Johann Friedrich August Tischbein oder Johann August Nahl d.J. wieder zu sehen.

Der Dank ging an Herrn Dr. Lange und Frau Rehm, verbunden mit der Bitte, nach und nach auch die anderen im Depot befindlichen Werke aus dieser Zeit zu zeigen.

Renate Fricke