Bericht zu den beiden Führungen am 4. Februar 2016

Judith Hopf. MORE


Beim Eintritt in den Ausstellungsraum sieht man große, weiße Betonwände mit schwarzer Teilbemalung. Sehr befremdlich! Am Ende der Führung durch Frau Dr. Petra Werner erzählen diese Wände Geschichten: von dem Moor aus täglichen Eindrücken, in dem man versinken kann, von der Welle an täglichen Informationen, in der man ertrinken kann, von der eckigen Beton-Schlange davor, die erstarrt ist und Mail-Papier-Fetzen als Zähne hat. Wir lernten, in den von Judith Hopf gezeichneten, aufgeklappten Computern die Menschen zu erkennen, in ihren strauchelnden Gefäßen den Lebenskampf zu deuten und in ihren Masken, die wir schon von einer documenta her kannten, die „gefrorenen“ Gesichter von unfreien Menschen zu sehen.

In beiden Gruppen gelang es Frau Dr. Werner, Judith Hopfs Schaffen für uns lebendig werden zu lassen und ihr Anliegen, den Umgang unserer Gesellschaft mit der Technik zu thematisieren, unterschiedlich beleuchtet wahr zu nehmen.  
Dank an Frau Dr. Werner, aber auch ein Kompliment an die zahlreichen Teilnehmer für ihre Aufmerksamkeit und Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen.
„Wir kommen wieder“, so das erfreuliche Fazit einiger Neulinge.